Archiv für Mai 2010
Fitch stuft Spanien auf AA+ herab
Jetzt hat auch die Ratingagentur Fitch die Bonitätsnote für das hoch verschuldete Spanien auf “AA+” von zuvor “AAA” herabgestuft.
Schon vor einem Monat hatte Standard & Poor’s Spanien auf “AA” von zuvor “AA+” gestuft. Wird Spanien das nächste Griechenland und damit Euroloch? Die spanische Regierung muss die Ausgaben in 2011 weiter senken, was sicher nicht ohne Kaufkraftverlust geschehen kann. Spanien will in 2011 7,7 Prozent des Haushalts einsparen. “Auch im nächsten Jahr sind große Anstrengungen notwendig”, sagte Vize-Regierungschefin Maria Teresa Fernandez de la Vega.
Die spanische Regierung musste unterdessen die Wachstumprognose für 2012 nach unten korrigieren. Man erwartet für 2012 ein Wachstum von 2,5 Prozent und 2013 ca. 2,7 Prozent. Das sind jeweils 0,4 Prozentpunkte weniger als zunächst erwartet. Auch die Arbeitslosenquote wird laut den Erwartungen der Regierung weiter steigen. 2012 wird dann eine Reduzierung der Arbeitslosen auf 17,5 Prozent erwartet. Derzeit sind rund 4,6 Millionen Menschen in Spanien ohne Arbeit, was einer Quote von rund 20 Prozent entspricht.
Mit dem Sparkurs will Spanien die Neuverschuldung in Höhe von 11,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis 2013 auf den zulässigen Höchstwert von 3,0 Prozent senken.
Währungsreform, Neue Deutsche Mark: Bundesbank-Präsident beantwortet keine Fragen
Um die Spekulationen um die DM (mögliche Rückkehr zur DM) zu beenden, wäre eine Stellungnahme der Bundesbank zum Thema Währungsreform sinnvoll. Diese äußert sich aber nicht, es gibt weiter kein klares Dementi seitens der Bundesbank.
Retten ist leider kein lukratives Geschäft
Wie oft wurde dem deutschen Steuerzahler erzählt: Wir könnten aus der Rettung maroder Banken und jetzt auch EU-Mitgliedsstaaten ein lukratives Geschäft machen.
Von lukrativ sind wir aber weit entfernt, vielmehr möchte die Politik die Menschen in Deutschland wie dumme Kühe ruhig stellen. Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel warf der Kanzelerin sogar vor, nicht gehandelt zu haben, als die Bildzeitung eine Anti-Griechenland-Kampagne veröffentlichte und damit dem dummen Volk die Wahrheit sagte. Die Kanzlerin hätte sich dezidiert gegen die Bericherstattung der Bild stellen müssen. “Das wäre ihr Job gewesen!”, sagte Gabriel der ZEIT. “Da hätte sie sagen müssen: Das geht zu weit! – Wenn nicht sie, so mindestens der Außenminister”.
Auch der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank Josef Ackermann bekam von Gabriel sein Fett weg. Mit seinen Äußerungen wonach nicht zu erwarten sei, dass die Griechen die Kredite aus dem Rettungspaket zurückzahlen könnten, verhielt sich Ackermann gar nicht dienlich für das deutsche Lügensystem. Gabriel: “Herr Ackermann posaunt das einfach raus, ohne zu beachten, was das auf den Märkten auslöst”. Jetzt darf man öffentlich noch nicht mal mehr die Wahrheit sagen, ohne das System zu schädigen.
Die Rettung maroder Banken und EU-Länder kostet immer mehr Geld. Glaubt man der Politik, wird daraus noch ein Geschäft. Man muss es aber auch nicht glauben.
Kosten für die Rettung deutscher Banken:
Zu den Kosten der deutschen Bankenrettung, gesellen sich noch die Kosten der Griechenlandrettung in Höhe von bis zu 22,3 Milliarden Euro. Dazu kommen die bis 148 Milliarden Euro für den EU-Rettungsschirm. Auch hier hofft die Politik, dass das Geld nicht fließen muss. Weitere 115 Mrd. Euro hat der Bund im so genannten Deutschlandsfonds zur Verfügung gestellt, um damit notleidenden Unternehmen zu helfen. Und die Rettung der HRE, hat den Staat bislang fast 100 Milliarden Euro an Kapital und Bürgschaften gekostet. Milliarden hier und Milliarden dort, für alles ist Geld da. Dafür bekommt die deutsche Melkkuh (Bürger) jetzt wieder ein Sparprogramm auferlegt. Wir Bürger sind ja auch nicht Systemrelevant und man kann uns noch mehr Geld aus der Tasche ziehen. Das ist mal wieder alternativlos.
Wir erinnern uns: Vor der NRW-Wahl wurden noch Steuersenkungen versprochen. Nur einen Tag später würden Steuersenkungen ausgeschlossen. Jetzt sind sogar Steuererhöhungen ein Thema. Wer den Politikern noch immer glaubt, ist ein ewiger Träumer. Macht ist das wichtigste Instrument in der Politik, aber leider nicht immer zum »Wohle des deutschen Volkes«. Es wird Zeit aufzuwachen, auch für Dich!
Östereich: Erste Stadt pleite?
Jetzt hat es auch NEUNKIRCHEN in Östereich erwischt. Bürgermeister und Vize sprechen von “Ruin der Stadt”
Ein Schreiben an die Bediensteten der Stadt Neunkirchen in Östereich, sorgt für Aufregung. In dem Schreiben heißt es: »Die Gehälter werden künftig mit Verspätung ausbezahlt. Eine Mitarbeiter-Information soll am 31. Mai folgen«. Wann erwischt es die erste Stadt in Deutschland?
Wirtschaftsprofessor Laurence Kotlikoff erwartet Spekulanten-Angriff auf USA
Der amerikanische Wirtschaftsprofessor Laurence Kotlikoff von der Universität Boston, glaubt an baldigen Angriff der Spekulanten auf die USA.
Der Schuldenstand der USA braucht sich hinter den griechischen nicht zu verstecken, ganz im Gegenteil dieser entspricht bereits heute südeuropäischem Niveau. Während Europa mit drastischen Sparprogrammen dem Crash abzuwenden versucht, kann man in den USA keinen ernsten Sparwillen erkennen. Man verlässt sich in den USA ganz auf die Gelddruckereien und China.
Laurence Kotlikoff: »Schon bald geht es den Griechen besser als den Amerikanern«. Kotlikoff gehört zu der Elite der angesehensten Ökonomen der USA. Er erfand unter anderem die »Generationenbilanzen«, welche Anzeigen sollen, wie unterschiedlich die Politik die Generationen nachhaltig belastet. Im Vergleich zu Europa, ist die Prognose für die Haushaltssituation der USA, wesentlich dramatischer so Kotlikoff.
















