Wie steht es wirklich um den Euro?
Die Talfahrt des Euro muss gestoppt werden, daher wurde in der Nacht zu Samstag, von den
Regierungschefs der EU, eine tiefgreifende Reform verabschiedet. Dafür sagte Frankreichs Präsident Sarkozy und Italiens Ministerpräsident Berlusconi kurzfristig eine Mokaureise ab.
Eigentlich wurden Frankreichs Präsident Sarkozy und Italiens Ministerpräsident Berlusconi zu einer Gedenkfeier in Russland erwartet. Dort wird heute der 65. Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland gedacht. Angesichts der kurzfristigen Absage, muss man sich die Frage stellen, wie schlimm es wirklich um den Euro steht.
In der neunstündigen Sitzung der EU-Regierungschefs, wurde ein Hilfsfonds mit rund 50 Milliarden Euro, unter Kontrolle der EU-Kommission beschlossen. Sollte der nächste Staat in Zahlungsschwierigkeiten kommen, soll dieser Hilfsfonds Kredite gewähren. Die Regierungschefs möchten mit dieser Aktion ein deutliches Signal an die Spekulanten senden, verbunden mit der Hoffnung, die Talfahrt des Euro endlich zu stoppen. Genau das Gegenteil könnte damit aber erreicht werden, denn die Eile mit der die Regierungschefs vorgehen, untermauert nur den tatsächlichen Ernst der Lage.
Merkel bestätigte die ernste der Lage nach ihrer Rückkehr aus Brüssel. Bei dem Treffen hätten aktuelle Daten auf dem Tisch gelegen, die »eine ungute Entwicklung nicht nur in einem Land, sondern in mehreren Ländern« gezeigt hat. Die Bundeskanzlerin weiter dazu: »Wir brauchen eine Regulation der Finanzmärkte, damit diese Spekulationen unterbunden werden«. Berlusconi sprach von einem »Ausnahmezustand«, die gesamte Eurozone sei bedroht. Schäuble sagte erst vor wenigen Tagen: »Die Krise ist vorbei«. Was beweist, die Politik schenkt ihren Bürgern keinen reinen Wein ein. Die Lage des Euro scheint wesentlich ernster, als offiziell zugegeben.
Die Politik macht unterdessen Hedgefonds-Manager wie John Paulson und andere Spekulanten für die aktuelle Krise verantwortlich. Die Hedgefonds-Manager wetten auf einen Euro-Crash, was die Märkte beeinflusst. Bei einem Meeting mit finanzstarken Spekulanten wurde erörtert, wie man von einem schwachen Euro profitieren könne und schnell viele Dollars macht. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso dazu: »Wir werden den Euro um jeden Preis verteidigen«.
Ich denke die Krise ist vorbei…?
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