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Währungsreform, Neue Deutsche Mark: Bundesbank-Präsident beantwortet keine Fragen

Um die Spekulationen um die DM  (mögliche Rückkehr zur DM) zu beenden, wäre eine Stellungnahme der Bundesbank zum Thema Währungsreform sinnvoll. Diese äußert sich aber nicht, es gibt weiter kein klares Dementi seitens der Bundesbank.

Der folgende Beitrag wurde auf www.lifegen.de veröffentlicht:

LifeGen.de hat seit nunmehr 14 Tagen versucht, seitens der Deutschen Bundesbank ein Interview mit dessen Präsidenten, Prof. Axel Weber, zu erhalten. Unsere Fragen haben wir dazu schriftlich vorab der Pressestelle der Bundesbank zugeschickt. Anworten auf die sensiblen Fragen gab es bislang keine, auch andere Medien erleben diese Tage ähnliche Zurückweisungen. Lesen Sie die Chronologie eines ungewöhnlichen Schweigens.
von Vlad Georgescu

Die Bundesbank zeigte sich dieses Mal auf den ersten Blick kooperativ und setzte unseren Katalog zwar auf die Liste der Interviewanfragen – um dann mitzuteilen, dass Prof. Weber derzeit keine Auskünfte erteilt. Nur warum?

Tatsächlich finden sich in den Medien seit rund zwei Wochen immer wieder Äußerungen und Spekulationen über eine mögliche Wiedereinführung der Deutschen Mark wieder – doch kein einziges Interview von Weber oder einem seiner Vertreter explizit zu diesem Thema. Ein klares Dementi der Bundesbank fehlt ebenso wie eine klare Aussage, dass der Euro auch in einem Jahr noch das Zahlungsmittel der Bundesrepublik sein wird.

Als besonders auffällig erweist sich bei näherer Betrachtung zudem die de facto bestehende Nachrichtensperre der Bundesbank gegenüber ARD, ZDF und den öffentlich rechtlichen Medien. Die Bundesbank wäre laut Pressegesetz nämlich verpflichtet, Medienanfragen aller Pressevertreter adäquat zu beantworten – eine Ablehnung der Beantwortung ist unüblich und gesetzlich nicht gedeckt.

Angesichts dieser Informationspolitik der Deutschen Bundesbank haben wir uns bei LifeGen.de entschlossen, unsere Fragen erneut – und dieses Mal öffentlich – zu wiederholen. Aus unserer Sicht kann die Bundesbank Spekaulationen über die Wiedereinführung der D-Mark nur dann beenden, wenn Prof. Weber sich endlich dazu äußert – verbindlich.

Die von uns an die Bundesbank gerichteten Fragen lauteten:

* Gemessen am BIP macht die Verschuldung der Bundesrepublik mittlerweile 74 Prozent aus (Eurostat). Lässt sich aus Sicht der Bundesbank dieser Schuldenberg tilgen?

* Als Ausweg der aktuellen Schuldenkrise innerhalb der EU diskutieren Finanzexperten eine Währungsreform oder eine kontrollierte Inflation von ca. 4-5 Prozent. Welche Option wäre aus Sicht der Bundesbank zu favorisieren?

* Ist aus Sicht der Bundesbank der Austritt Deutschlands aus dem Euroverbund sinnvoll (Comeback der DEM?) ?

* Welche Mechanismen wären nötig, um eine funktionierende Finanzmarktkontrolle zu etablieren?

* Die Kanzlerin hat im September 2008 erklärt, die Einlagen der Bundesbürger seien auch ohne Gesetz zu 100 Prozent sicher. Warum wurde aber zum 31.12.2010 die Einlagesicherungsgrenze auf lediglich 100.000 EUR erhöht?

* Welche Vorsorgemaßnahmen trifft die Bundesbank für den Fall, dass Deutschland zahlungsunfähig würde?

* Was geschähe im Falle einer Währungsreform mit laufenden Bundeswertpapieren und anderen Staatsanleihen der Bundesrepublik?

* Was raten Sie besorgten Bürgern in der aktuellen Lage?

* Und zu guter letzt: haben Sie ein paar beruhigende Fakten für uns parat?

Zur genauen Dokumentation der Ereignisse im zeitgeschichlichen Kontext drucken wir an dieser Stelle die Antwort der Deutschen Bundesbank ab:

“—– Original Message —–
From:
To:
Sent: Wednesday, May 12, 2010 2:25 PM
Subject: WG: Antwort auf Ihre Anfrage 2010/008010 – Presseanfrage Währungsreform

Sehr geehrter Herr Georgescu,
gerne möchten wir Sie auf ein Interview von Bundesbankpräsident Prof. Dr. Axel A. Weber in der Börsen-Zeitung sowie einen Namensbeitrag in der FTD vom 25. Februar 2010 verweisen.
Beide Beiträge finden Sie unter dem folgenden Link:

http://www.bundesbank.de/presse/presse_aktuell.php

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihre Fragen darüber hinaus nicht kommentieren.”

Quelle: www.lifegen.de

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2 Kommentare zu „Währungsreform, Neue Deutsche Mark: Bundesbank-Präsident beantwortet keine Fragen“

  • Ob und wann es eine Neue Deutsche Mark geben wird, wissen wir natürlich nicht. Aber dass ein System, bei dem Geld nur durch verzinsliche Kredite in den Wirtschaftskreislauf gelangen kann, nach einer gewissen Zeit crashen muss, ist klar.

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  • Eine “Währungsreform”, bei der nur altes Zinsgeld gegen neues getauscht und bestehende Vermögen/Schulden-Paare “per Gesetz” halbiert oder geviertelt würden, könnte die Wirtschaft nicht retten, solange alles bestehende Sachkapital nicht ebenfalls “halbiert oder geviertelt” würde, um den Zinsfuß anzuheben. Das wäre nur durch einen Krieg möglich!

    Und wenn man schon den Superreichen eine “Weltherrschaft” unterstellt – warum sollten sie so dumm sein, sich durch einen “kontrollierten Crash” (falls so etwas möglich wäre) mit anschließender “Währungsreform” ihre Vermögen halbieren oder vierteln zu lassen?

    Eine freiwirtschaftliche Geld- und Bodenreform bringt dagegen die Wirtschaft wieder in Schwung, ohne dass den Superreichen etwas weggenommen wird! Sie werden lediglich “den sanften Tod des Rentiers sterben” (Zitat: John Maynard Keynes), können also nicht länger einen unverdienten Knappheitsgewinn (Geld- und Sachkapitalzins) aus ihrem Besitz ziehen:

    http://www.deweles.de/globalisierung/mut.html

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Kommentare
  • Steve: Hallo Wenn ich das richtig verstanden habe soll ich eine Datei mit Frontpage anlegen und in den HTML-Code...
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