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Sparpaket: Tausende Menschen demonstrieren gegen das Sparpaket

Zehntausende aufgebrachte Bürger kamen zu den Demonstrationen in Berlin und Stuttgart um gegen das Sparpaket zu demonstrieren. Und es müssen noch mehr werden, damit es sitzt und bei Merkel & Co ankommt. Unterdessen wirbt Merkel um Verständnis für das Sparpaket, doch auch in den eigenen Reihen wächst der Wiederstand.

Demo in Berlin

(Foto: Bernd Kudanek alias bjk)

Ein Volk wacht endlich auf: Am heutigen Samstag gab es Protestmärsche in Berlin und Stuttgart. Merkel versteht ihre Bürger nicht mehr und wirbt weiter für Verständnis für das Sparpaket und wies die Kritik zurück. Der Bild am Sonntag sagte Merkel: „Viele Menschen wissen, dass wir sparen und Schulden abbauen müssen“. Aber auch der Widerstand aus der Union wächst von Tag zu Tag.

Nach Angaben der Veranstalter waren in Berlin rund 20 000 Teilnehmer gegen das Sparpaket auf die Straße gegangen. Ein Bündnis aus Gewerkschaften, Opposition und Sozialvereinen hatten zu den Demonstrationen aufgerufen. Die Gewerkschaften kündigten bereits weitere bundesweite Demonstrationen an.

ntv.de berichtet:

Zwei Polizisten verletzt

Bei den Protesten in Berlin kam es zu einem schweren Zwischenfall: Zwei Polizisten wurden durch eine Explosion schwer verletzt, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Einsatzkräfte seien aus dem Demonstrationszug heraus mit Böllern, Flaschen und Steinen beworfen worden. Mehrere weitere Polizisten seien leicht verletzt worden. Was genau geworfen wurde und dann explodierte, werde noch ermittelt, sagte der Sprecher. Mindestens sieben Demonstranten seien festgenommen worden.

Stuttgart war neben Berlin der zweite Austragungsort der Demonstrationen und der Protest stand hier unter dem Motto „Gerecht geht anders“. Weniger Sozialkürzungen und einen höheren Spitzensteuersatz forderten die Demonstranten in Stuttgart auf ihren Plakaten. Noch geht es nur um das Sparpaket selbst, doch die Bürger unseres Landes sind so sauer, stinkend sauer, sodass sich der Protest schnell gegen Merkel und Regierung richten könnte. Zuletzt sorgte Wulff zwei Tage nach dem Sparpaket, mit einer Diätenerhöhung in Niedersachsen, für Unverständnis bei den Bürgern. Wir sollen den Gürtel enger schnallen und selbst erhöhen die Damen und Herren sich die Bezüge.

Der Focus berichtet:

Tumultartige Szenen überschatteten die Demo in der baden-württembergischen Landeshauptstadt. SPD-Landtagsfraktionschef Claus Schmiedel wurde während seiner Rede aus einem Block von rund 300 Menschen mit Eiern und Bananen beworfen. Die Polizei stürmte auf die Bühne. Schmiedel wurde mit Regenschirmen geschützt. Schon zuvor war die Rede des SPD-Politikers durch Trillerpfeifen und Buh-Rufe so vehement gestört worden, dass kaum ein Wort zu verstehen war.

Quelle: Focus

Noch trifft es nicht alle von uns, aber das Blatt könnte sich schnell wenden. Denn wenn ganz unten nichts mehr zu holen ist, geht´s ab in die Mittelschicht und weiter rauf. Selbst wer jetzt noch nicht betroffen ist, sollte daher an den Demo´s teilnehmen und damit aktiv an einer Veränderung teilhaben. Wer nur zu hause sitzt und meckert, wird nichts verändern!

Ein guter Leserkommentar im Focus lautete:

Ich dachte schon es passiert nimmermehr. Während Merkel das Land komplett gegen die Wand fährt, schnarcht die deutsche Bevölkerung den Schlaf der Dämlichen. Aber da habe ich mich wohl geirrt. Auch wir können unseren Unmut über diese Chaospolitik auf der Straße demonstrieren. Merkel & Co müssen endlich ihre Posten räumen. Denn für diese Dame ist die Bevölkerung schon längst nicht mehr systemrelevant.

Dem ist nicht´s mehr hinzuzufügen…

Lesen Sie auch:  Sprengsatz-Attacke in Berlin schockiert Polizei

Hier ein Video der Explosion in Berlin.

Demo in Berlin mit Explosion am 12.06.2010 from Martin Michel on Vimeo.

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1 Kommentar zu „Sparpaket: Tausende Menschen demonstrieren gegen das Sparpaket“

  • Die Proteste gehen noch nicht weit genug. Der Bürger hat ein Recht auf Selbstverteidigung. Er hat das Recht sich gegen die ungerechten einseitigen finanziellen und rechtlichen Repressalien zu wehren die ihm von der alten wie neuen Feudalherrschafft aufgezwungen werden. Notfalls mit Gewalt, aber bitte nicht gegen Polizisten. Die stehen auf der gleichen Seite wie die Ausgebeuteten.

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